Wie Sie Ihr Portfolio richtig zusammenstellen und aufteilen

Das Grundkonzept eines jeden Portfolios besteht aus einer konservativen und einer dynamischen Komponente. Bei manchen Anlegern kann auch eine rein spekulative Komponente enthalten sein.

Das spezifische Verhältnis zwischen konservativer und dynamischer Komponente für ein langfristiges dynamisches Portfolio hängt daher vom Ansatz der Vermögensverwaltung ab. Für passive Portfolios wird ein Verhältnis von 20-30% konservativ und 70-80% dynamisch empfohlen. Wird das Portfolio jedoch aktiv verwaltet, können höhere Renditen erzielt werden.

Am wichtigsten ist die Diversifizierung der Anlagen über mehrere Anlageklassen hinweg. Aktien und Anleihen sind die wichtigsten Säulen, da sie langfristig negativ korreliert sind. In der Praxis bedeutet dies, dass sich Anleihen schlechter entwickeln, wenn die Aktienkurse steigen. Steigende Aktienkurse gehen in der Regel mit steigenden Zinsen einher. Dies hat zur Folge, dass der aktuelle Zinsaufschlag der früher emittierten Anleihen für die Anleger uninteressant wird (sie ziehen eine neue Anleihe mit einem höheren Zinsaufschlag vor), so dass der Kurs dieser früher emittierten Anleihen leicht sinkt. Umgekehrt senkt die Zentralbank bei einer Konjunkturabschwächung und einer schlechten Aktienentwicklung die Zinsen, um die Kreditaufnahme zu verbilligen und so die Unternehmen zu Investitionen zu ermutigen. Sinken die Zinsen, werden bereits ausgegebene Anleihen für Investoren attraktiver. Ihr Kurs steigt.

Die Diversifikation zwischen Aktien und Anleihen allein reicht jedoch nicht aus. Es ist ratsam, weitere Vermögenswerte in das Portfolio aufzunehmen, nämlich Immobilien und Rohstoffe, deren Hauptvorteil darin besteht, dass sie sich nahezu unabhängig von Aktien und Anleihen entwickeln. Erst durch die Beimischung von Rohstoffen und Immobilien kann von einem ausgewogenen Portfolio gesprochen werden. Ein weiterer strategischer Bereich, der unabhängig von anderen Vermögenswerten in ein Portfolio aufgenommen werden kann, sind Währungen. Hier kann man sowohl von der Wechselkursentwicklung der einzelnen Währungspaare als auch von den höheren Zinsen der jeweiligen Währung profitieren. Der letzte sehr wichtige Bestandteil des Portfolios ist der Liquiditätspuffer. Das am häufigsten verwendete Instrument ist der Geldmarkt. Auch in einem langfristigen dynamischen Portfolio ist ein Liquiditätspuffer wichtig. Dies wird oft vergessen. Die Reserve kann nützlich sein, wenn unerwartet hohe Ausgaben anfallen und ein Teil der Anlagen im Portfolio zurückgekauft werden muss.

Miroslav Gerhart, PXI

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