Programm zur Finanziellen Allgemeinbildung

Es mag wie eine Floskel klingen, aber die Freude am Investieren liegt in den eigenen Händen jedes vernünftigen Anlegers. Es gibt eine Reihe bewährter Grundsätze, denen Menschen ihr Leben lang folgen. Die einen sagen uns, wie wir uns um unsere Gesundheit oder Fitness kümmern sollen, andere geben uns Ratschläge zum Thema gesunder Ernährung. Heute werden wir uns auf die Grundsätze im Bereich der finanziellen Bildung konzentrieren, die sich im Laufe der Zeit bewährt haben und die in der Vergangenheit viele Prüfungen und Krisen auf den Finanzmärkten überstanden haben.

Zu den ältesten und berühmtesten gehört das Märchen von den drei Groschen, in dem sich die Ursprünge der finanziellen Grundbildung unserer Vorfahren wiederfinden lassen. Ich sehe hier eine klare Parallele zur heutigen modernen Theorie, z. B. zur Portfoliodiversifizierung oder zur angemessenen Allokation von Finanzinstrumenten. Keiner von uns hat die sprichwörtliche Kristallkugel und kennt die Antwort auf die Frage, welche Periode vor uns liegt, ob es sich um eine Periode des Wohlstands und des Wachstums handelt oder ob wir uns an der imaginären Schwelle einer Korrektur oder, Gott bewahre, einer wirtschaftlichen Rezession oder Krise befinden?

Und es ist diese Unsicherheit bei der Vorhersage von Entwicklungen, die uns als umsichtige Anleger dazu anspornen sollte, die Grundprinzipien der finanziellen Allgemeinbildung zu befolgen, die in den Zehn Geboten des Phoenix-Investors dargelegt sind. Im Folgenden finden Sie einige Ratschläge, wie Sie sich bei Investitionen in Investmentfonds oder börsengehandelte Fonds verhalten sollten, um die Erträge zu maximieren und die Risiken so weit wie möglich zu begrenzen.

1. Setzen Sie sich ein Investitionsziel und einen Anlagehorizont

Der Anlagehorizont stellt den Zeitraum dar, nach dem wir die investierten Mittel benötigen werden. Die Länge des Anlagehorizonts hängt in erster Linie von unseren Anlagezielen ab. Durch die richtige Festlegung des Anlagehorizonts definieren wir unsere Fähigkeit, Risiken zu akzeptieren. Mit einem längeren Anlagehorizont können wir uns höhere vorübergehende Schwankung leisten und daher mehr in risikoreichere Anlagen investieren. So bleibt mehr Zeit für die „Erholung“ nach einem Abschwung. Historisch gesehen, kann man sagen: Umso länger der Anlagehorizont, desto geringer das Risiko.

2. Nichts ist umsonst – gehen Sie Risiken ein, um höhere Erträge zu erzielen

Bei jeder Investition besteht ein mehr oder weniger großes Risiko. Das Risiko ist das Ausmaß, in dem der Wert einer Anlage schwankt bzw. von der erwarteten Rendite abweicht, sowohl nach unten als auch nach oben. Paradoxerweise stellt eine höhere Rendite prinzipiell auch ein Risiko dar. Das Risiko stellt eine Art „Korridor“ dar, innerhalb dessen der Wert einer Anlage schwanken kann. Ein höheres Risiko bedeutet jedoch nicht immer höhere Rendite (dann würden die Börsen wahrscheinlich durch Casinos ersetzt werden). Gehen Sie keine unnötigen Risiken ein, die Sie objektiv nicht eingehen müssen!

3. Haben Sie realistische Erwartungen in Bezug auf zukünftige Erträge

Die Anlage in Investmentfonds ist ein natürlicher Weg, um Ihre Bedürfnisse und Ziele zu erreichen. Dieser Weg ist nicht immer geradlinig und sicher. Die Anlage in Anleihen ist ein relativ sicherer und direkter Weg, während die Anlage in Aktien ein enger und kurvenreicher Weg ist. Auch an den Aktienmärkten werden nicht regelmäßig extrem hohe Renditen von über 20 % p.a. erzielt.

4. Diversifizieren Sie Ihre Investitionen – „Setzen Sie nie auf eine Karte!“

Erinnern wir uns an die Vorteile der Diversifikation (Risikominderung). Ein diversifiziertes Portfolio aus Aktien, Anleihen und zinstragenden Anlagen puffert Marktbewegungen ab, wobei der Anteil der einzelnen Komponenten je nach Anlagehorizont, Risikotoleranz und anderen Faktoren festgelegt werden sollte. Ihr Portfolio sollte Ihr Anlageprofil widerspiegeln. Die Grundtypen von Anlageprofilen sind konservativ, ausgewogen, dynamisch und möglicherweise aggressiv. Lege niemals alle Eier in einen Korb! Denken Sie daran, dass die Diversifikation des Portfolios der wichtigste Faktor für Ihren Anlageerfolg ist.

5. Regelmäßige „Feinabstimmung“ Ihres Portfolios – „nach unten kaufen und nach oben verkaufen“!

In regelmäßigen Abständen (z.B. jährlich, vierteljährlich) sollten Sie Ihr Portfolio so abstimmen (rebalancieren), dass seine Zusammensetzung und das Verhältnis der einzelnen Komponenten Ihr Anlageprofil und die Situation an den Finanzmärkten widerspiegeln, die sich im Laufe der Zeit ständig ändern und weiterentwickeln.

6. Nutzen Sie die „Macht“ der Zeit und vergessen Sie nicht Ihre langfristigen Investitionspläne

Lassen Sie die Zeit zu Ihren Gunsten arbeiten und denken Sie daran, dass die Aktienmärkte langfristig besser abschneiden als die Renten- oder Geldmärkte. Das höhere Risiko der Aktienmärkte kann jedoch dazu führen, dass dies auf kurze Sicht nicht zutrifft. Es ist sicherlich nicht einfach, ruhig zu bleiben, wenn man von allen Seiten mit Medienberichten über die Volatilität der Finanzmärkte bombardiert wird. Wenn Sie aber langfristig sparen, kann Ihnen ein solcher vorübergehender Abschwung nichts anhaben. Solange Sie sich an Ihre langfristigen Anlageziele erinnern, wird Ihnen das helfen, den Marktlärm auszublenden. Denken wir immer daran, dass die Zeit auf Ihrer Seite ist.

7. Treffen Sie keine übereilten Entscheidungen – kaufen Sie billig und verkaufen Sie teuer!

Die meisten Menschen wollen dies tun, aber leider zeigen Umfragen, dass der durchschnittliche Anleger das Gegenteil tut. In Zeiten hoher Preise ist der investierte Geldbetrag viel größer als in Zeiten niedriger Preise, wenn die Marktindizes fallen. Je mehr Aufwärtsdynamik die Marktindizes zeigen, desto mehr kaufen die Anleger. Wir sollten keine unnötig übereilten Entscheidungen treffen. Marktkorrekturen (nach unten) können für jeden Anleger, der über einen angemessenen Anlagehorizont und eine entsprechende Risikoeinstellung verfügt, eine große Chance darstellen, billiger und vor allem regelmäßig zu kaufen.

8. Regelmäßig investieren und „Cost Averaging“ anwenden = COST AVERAGING EFFECT

Wie bei anderen Wertpapieren auch, kann der Wert einer Aktie sowohl steigen als auch fallen. Aber, wann ist der beste Zeitpunkt für eine Investition? Die Antwort auf diese Frage sind regelmäßige Investitionen. Regelmäßige, z. B. monatliche Einzahlungen in einen Fonds können sicherer und effizienter sein als einmalige Investitionen. Die Erklärung ist ganz einfach. Wenn der Aktienkurs fällt, kaufen wir für einen festen Betrag mehr Aktien. Wenn der Kurs dann das ursprüngliche Niveau erreicht, ist Ihre Position besser. Im Endeffekt nutzen Sie die Marktschwankungen zu Ihrem Vorteil, wobei der Effekt bei Fonds, die stärker schwanken, noch verstärkt wird. 

9. Seien Sie geduldig – „spekulieren Sie nicht, sondern investieren Sie!“

Anleger, die ständig in den Fonds ein- und aussteigen, verpassen möglicherweise einige der Zeiten mit den größten Gewinnen. Nach den verfügbaren Studien haben die ungeduldigen Anleger, die den Markt an den zehn besten Handelstagen der letzten 20 Jahre verpasst haben, fast 3 % pro Jahr an Rendite verloren, gegenüber den Anlegern, die an allen Tagen des Berichtszeitraums im Markt geblieben sind. (die Daten basieren auf der tatsächlichen Entwicklung des DJIA-Marktindex).

10. Dividenden reinvestieren – die Kraft des Zinseszinses nutzen – die „8 Weltwunder“

Vielleicht können Sie nicht endgültig entscheiden, ob Sie die Dividende reinvestieren oder behalten sollen? Plötzliche Wertverluste der Anlage (für die eine Dividende gezahlt wird) sind häufig auf die Zahlung der Dividende zurückzuführen und haben weniger mit der Wertminderung des Vermögenswertes zu tun, als es auf den ersten Blick scheinen mag. Es ist jedoch sicher so, dass der Anleger bei Reinvestition der Dividende neue Aktien erhält, mit denen er zusätzliche Erträge erzielen kann. Albert Einstein soll einst gesagt haben, dass der Zinseszins ein Wunder ist. Wie er sagte: „Wer es versteht, macht Geld daraus, wer es nicht versteht, zahlt dafür“. Sie mögen diese Aussage für übertrieben halten, aber wenn Sie nachrechnen, werden Sie feststellen, dass es sich eindeutig lohnt, die Gewinne zu reinvestieren.

Diese 10 Anlageregeln von Phoenix Investor werden Sie bei Ihrem langfristigen Anlageerfolg unterstützen. Für eine detailliertere Erläuterung einzelner Konzepte zögern Sie bitte nicht, sich an einen unserer lizenzierten Finanzberater zu wenden, der Sie gerne bei der Zusammenstellung des für Sie geeigneten Anlageportfolios berät.

Ing. Ivan Duvač
Education manager - Phoenix Investor SK

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