Portfolio-Diversifikation: die Grundlage für langfristig erfolgreiches Investieren

Viele Anleger sind dem Begriff Diversifikation bereits begegnet. Deutlich weniger von ihnen verstehen jedoch seine tatsächliche Bedeutung und setzen ihn konsequent bei der Verwaltung ihres Investmentportfolios ein. Dabei zählt die Diversifikation zu den zentralen Säulen eines langfristig stabilen und verantwortungsvollen Investierens.

Vereinfacht gesagt sollte ein sinnvoll aufgebautes Portfolio auf mehrere Anlageklassen verteilt sein, um das natürliche Risiko zu reduzieren, das aus dem Halten einzelner Aktien, eines einzelnen Sektors oder eines bestimmten Anlagetyps entsteht. Diversifikation ist somit ein bewährtes Instrument, um die Auswirkungen ungünstiger Marktentwicklungen auf den Gesamtwert des Portfolios zu begrenzen.

Wie Diversifikation in der Praxis funktioniert

Diversifikation wird nicht nur von erfahrenen Privatanlegern genutzt, sondern auch von Fondsmanagern und institutionellen Investoren. In der Praxis bedeutet sie den Erwerb unterschiedlicher Anlageinstrumente, deren Preise auf Marktentwicklungen unterschiedlich reagieren.

Einzelne Vermögenswerte können beispielsweise beeinflusst werden durch:

  • die jeweilige Phase des Konjunkturzyklus,
  • geopolitische oder währungsbezogene Risiken in verschiedenen Regionen,
  • die Entwicklung von Rohstoffpreisen oder Zinssätzen.

Dank dieser Vielfalt verhält sich das Portfolio nicht einseitig und ist nicht vollständig von der Entwicklung eines einzelnen Marktes oder Sektors abhängig.

Diversifikation aus dem Blickwinkel des Alltags

Das Prinzip der Diversifikation lässt sich gut mit einem Geschäft für gemischte Waren vergleichen. Ein solches Geschäft deckt mehrere Bedürfnisse gleichzeitig ab – von Lebensmitteln und Getränken bis hin zu Drogeriewaren und grundlegenden Medikamenten. Im Gegensatz dazu ist ein stark spezialisiertes Geschäft, etwa ein Skiladen mit nur einer Marke, wesentlich anfälliger für Veränderungen der äußeren Rahmenbedingungen.

Wenn eine Region langfristig unter Schneemangel leidet, wird ein spezialisierter Skihändler mit hoher Wahrscheinlichkeit einen Nachfragerückgang verzeichnen. Daher erweitern viele Händler ihr Sortiment beispielsweise um Fahrräder. Auf diese Weise gleichen sie saisonale Schwankungen aus und reduzieren gleichzeitig das Risiko, dass ihr Geschäft durch äußere Faktoren negativ beeinflusst wird.

Dasselbe Prinzip gilt auch beim Investieren.

Warum Diversifikation für Anleger entscheidend ist

Die Mehrheit professioneller Anlageberater ist sich einig, dass Diversifikation zwar keinen vollständigen Schutz vor Verlusten bietet, jedoch eine vorsichtige und langfristig bewährte Strategie darstellt. Zahlreiche wissenschaftliche Studien belegen, dass gut diversifizierte Portfolios eine geringere Volatilität aufweisen und Marktschwankungen besser standhalten.

In der Praxis bedeutet Diversifikation die Streuung von Investitionen über verschiedene Sektoren und Branchen mit geringer gegenseitiger Korrelation. Anders ausgedrückt: Die einzelnen Bestandteile eines Portfolios bewegen sich nicht gleichzeitig und nicht im gleichen Ausmaß. Während einige Sektoren in bestimmten wirtschaftlichen Phasen unter Druck geraten, können andere von derselben Situation profitieren.

Dadurch sinkt die Wahrscheinlichkeit signifikanter Wertverluste, und der Anleger profitiert langfristig von einer stabileren Entwicklung seines Portfolios.

„Viele Aktien“ allein reichen nicht aus

Es ist wichtig zu verstehen, dass selbst eine Investition in einen einzigen Investmentfonds, der in Dutzende oder Hunderte von Unternehmen investiert, nicht automatisch eine optimale Diversifikation gewährleistet. Viele Fonds sind sektorspezifisch ausgerichtet, etwa auf Technologie oder Gesundheitswesen. In solchen Fällen ist der Anleger lediglich innerhalb eines einzelnen Sektors diversifiziert, dessen Aktien häufig ähnliche Kursbewegungen aufweisen.

Aus diesem Grund bieten ausgewogene Fonds und professionell verwaltete Portfolios in der Regel einen besseren Schutz vor Risiken. Sie investieren breit über den gesamten Markt hinweg und kombinieren verschiedene Anlageklassen sowie Branchen.

Der Ansatz von Phoenix Investor

Bei Phoenix Investor legen wir großen Wert auf eine sinnvolle Diversifikation als zentrales Instrument des Risikomanagements. Jedes Portfolio wird individuell auf die Ziele, den Anlagehorizont und das Risikoprofil des Kunden abgestimmt, um auf unterschiedliche Marktszenarien vorbereitet zu sein.

Diversifikation bedeutet für uns nicht die Maximierung kurzfristiger Renditen, sondern langfristige Stabilität, Kapitalschutz und den systematischen Aufbau von Vermögen.

Ing. Stanislav Brummer
Managing director Phoenix Investor CZ

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